Legalisierung schadet organisierter Kriminalität und internationalem Terrorismus

Drogen sind ein riesen Geschäft: Laut UNO Schätzungen liegt der Jahresumsatz bei 314 Milliarden Euro – zum Vergleich: Apple, das wertvollste Unternehmen der Welt, hat einen Jahresumsatz von 196 Milliarden Euro [1].

Doch anders als bei Apple fließen diese 314 Milliarden Euro nicht in die Entwicklung technologischer Neuheiten, die das Leben aller einfacher und angenehmer machen; sie finanzieren Gewalt, Tod und Terrorismus. So werden zwischen 70 und 90% des weltweiten Opiums in Afghanistan produziert und machen dort etwa 7% des BIP aus [2] – eine der wichtigsten Einnahmequellen der Taliban und anderer islamistischer Terrorgruppen. Der Drogenkrieg in Mexiko hat seit 2006 mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet und über 30.000 Menschen sind in diesem Zeitraum verschwunden [3].

Auch bei uns in Deutschland sind Drogen eine wichtige Stütze der organisierten Kriminalität und machen mehr als 1/3 ihres Geschäfts aus. Drogenhandel und -schmuggel sind der lukrativste Einnahmenbereich für Rockerbanden, Clans und der Mafia. 2017 wurden 38,3 Millionen Euro an Tatmitteln in diesem Bereich sichergestellt [4] – der wahre Umfang lässt sich nur erahnen.

Die Polizei gibt ihr Bestes, doch es ist ein hoffnungsloser Kampf gegen eine verfehlte Politik: Selbst wenn es gelänge, die Nachschubwege vollkommen zu blockieren und einzelne Produktionsanlagen zu zerstören, steigt lediglich der Preis für das Produkt und damit die Gewinnspanne der illegalen Händler [5]. Außerdem steigt die Verbrechensrate in den Konsumgebieten, da Abhängige alles tun werden, um sich die Droge leisten zu können – das Problem der Beschaffungskriminalität [6].

Wenn Strafverfolgung allerdings ausbleibt und der Nachschub gesichert ist, sinkt der Preis. In Afghanistan lässt sich beobachten, was passiert, wenn zu viel Opium auf dem Markt ist; es lohnt sich für die Bauern nicht mehr, Mohn anzubauen, und sie steigen auf ein neues, lukrativeres Produkt um: Gemüse [7].

Der Kampf gegen Drogen ist gescheitert. Es wird Zeit umzudenken. Um Menschen zu schützen brauchen wir eine rationale und liberale Drogenpolitik.

[1] http://www.spiegel.de/politik/ausland/taliban-profitieren-laut-bnd-von-drogenanbau-in-afghanistan-a-1008388.html
[2] https://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/Afghanistan/Afghan_opium_survey_2017_cult_prod_web.pdf
[3] https://elpais.com/internacional/2018/06/25/mexico/1529879814_332732.html
[4] https://www.bka.de: organisierteKriminalitaetBundeslagebild2017.pdf
[5] https://rthiedmann.wordpress.com/2015/02/04/der-zerstorerische-kampf-der-drogenpolitik/
[6] http://www.nber.org/papers/w10976
[7] https://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/afghanistan-mohn/komplettansicht

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