Bremische Bürgerschaftswahl 2019

Seit Ende 2014 setzen wir uns für eine soziale, liberale und rationale Politik ein.
Wir sind mit Feuereifer dabei und entwickeln unsere Ideen, Ziele und Forderungen stetig weiter. Das Ergebnis davon seht ihr in unserem Leitbild, unserem Grundsatzprogramm und unserer Vision für ein neues Europa.

Seit unserer Gründung in Berlin haben wir 12 Landesverbände gegründet und zeigen jeden Tag aufs Neue unser ernsthaftes Interesse Politik zu gestalten. Als junge Partei sind wir aber ebenso mit vielen Hürden konfrontiert. Eine davon ist, dass wir vor jeder Wahl UU’s (Unterstützungsunterschriften) benötigen, um zu den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft zugelassen zu werden.

Doch du kannst uns mit deiner Unterschrift dabei helfen, diese Hürden erfolgreich zu nehmen und mehr Humanismus in die Politik zu tragen.

Kandidaten

1. Julia Kreitz

Bereits seit über 10 Jahren bezeichne ich mich als evolutionäre Humanistin. Was das konkret für mein politisches Engagement bedeutet: Ich bin für eine konsequente Trennung von Staat und Religion. Jeder darf das glauben, was er möchte, oder eben nicht. Private Glaubensvorstellungen haben in einer demokratischen Gesetzgebung allerdings nichts verloren. Folgende Beispiele sind hierfür anzuführen: das Verbot der aktiven Sterbehilfe, die religiöse Beschneidung von Minderjährigen und das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche.

Ich bin für eine faktenbasierte Politik, in der Wissenschaft und Forschung einen hohen Stellenwert haben. Die Verbindung zu anderen Menschen endet nicht an einer Ländergrenze, deshalb unterstütze ich unsere Vision von der Bundesrepublik Europa. Meinungsfreiheit, Tierschutz sowie die Freiheit der Wissenschaft und Künste möchte ich fördern. In der Bremer Bildungspolitik strebe ich an das Fach „Biblische Geschichte“ durch das Fach „Werte und Normen“ zu ersetzen, denn jedem Kind sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich kritisch und rational mit verschiedenen Ideologien auseinanderzusetzen. Auf Bundesebene fordere ich ein einheitliches Bildungssystem.

Humanisten stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Eine Politik, die dem Menschen größtmögliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet, braucht und fördert einen neutralen Staat, der nicht ideologisch geprägt ist. Zur Erhöhung der Lebensqualität und mit Ausblick auf die Herausforderungen der Digitalisierung bin ich für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Humanistische Politik in Bremen lässt uns die Zukunft aktiv gestalten

Julia Kreitz, *1988, Vorstandsvorsitzende der Partei der Humanisten Bremen, Sekretärin, sowie Abitur auf dem zweiten Bildungsweg

2. Axel Börold

Ich will die Eigenverantwortung und die Möglichkeiten der eigenen Entfaltung der Bürger stärken, unsere christlich geprägte Gesetzgebung erzeugt ein unnötiges Moralkorsett, dass zudem schädlich für die Integration ist.

Beispiele? Welchen Sinn ergibt die steuerliche Andersbehandlung von kinderlosen Ehepaaren. Sollte man nicht lieber gezielt und stärker Eltern entlasten, unabhängig vom Familienstand? Wieso wird das Gehalt des Ehepartners bei der BAföG-Antragstellung berücksichtigt? Warum gibt es Hartz4-Bedarfsgemeinschaften? Warum wird einem Kind von Hartz4 Empfängern einen Teil des verdienten Geldes abgezogen? Was ist mit Ganztagsbetreuung bzw. Randzeitenbetreuung? Kann hier wirklich jeder für sich selbst entscheiden und sich selbst entfalten, oder existiert doch noch eine Form der Sippenhaft? Ich fordere Maßnahmen zur Herstellung der Chancengleichheit für Ausbildung, Studium und Arbeit für Eltern und sozial benachteiligte Familien.

Ein Ziel der Bremer Politik muss es zudem immer sein, die Attraktivität der Stadt zu erhöhen und die Bürger zu entlasten. Z.B. muss ein neues Gesamtkonzept von ÖPNV, sowie Zweirad- und Fußverkehr her. Eine Verkürzung der durchschnittlichen täglichen Reisezeit hilft allen Bürgern, eine plumpe Erhöhung des Personendurchsatzes dagegen nicht. Ich trete auch für Maßnahmen für eine Belebung der Innenstadt, der Erweiterung des Bremer Freizeitangebots, für eine saubere Stadt und die Unterstützung der Subkultur ein.

Bremen soll eine Stadt der eigenverantwortlichen und freien Bürger werden

Axel Börold, *1984, Stellv. Vorstandsvorsitzender der Partei der Humanisten Bremen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Robotik und Automatisierung

3. Denny Köne

Aufgewachsen in Portugal und Deutschland, liegt mir der europäische Einigungsprozess und damit unsere Vision der Bundesrepublik Europa besonders am Herzen. Durch die Hanse war Bremen bereits viele hundert Jahre in die europäische Geschichte eingebunden, dies soll im heutigen Europa wiederholt werden. Zudem bin ich ein starker Verfechter einer Form des bedingungslosen Grundeinkommens und für eine Beschleunigung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur durch rationale Entscheidungen.

Wir möchten die Hansestadt Bremen als Vorreiter einer europäischen Community gestalten.

Denny Köne, *1976, Schiedsgericht der Partei der Humanisten Bremen, Handwerker

4. Krischan Freese

Humanismus dient den Menschen. Er verlässt sich auf das Potenzial von Individuen. Mitnichten wird naiv davon ausgegangen jeder Mensch sei gut, jedoch sind Humanisten überzeugt: jeder Mensch kann gut werden. Hierfür muss jedem Menschen die Möglichkeit gegeben werden, sein Potenzial zu entfalten. Jegliche Ansätze paternalistischer Politik sind gescheitert, deshalb steht jede wirklich humanistische Politik auf diesen Grundpfeilern:

Meinungsfreiheit, Bildung und Religionsfreiheit

Politik muss diesen Zielen genügen und darf diesen Pfeilern nicht zuwiderlaufen!

Krischan Freese, *1982, Schatzmeister der Partei der Humanisten Bremen.

5. Mathis Härtel

Die Vorstellung, dass wir Menschen ausgerechnet im Jahr 2019 auf dem absoluten Höhepunkt unserer Entwicklung stehen, ist genau so absurd wie sie klingt. Gesellschaftlicher Wandel und technologischer Fortschritt sind unaufhaltsam, vor allem aber sind sie richtig und wichtig. Die Aufgabe des Staates sollte es sein, dem Wandel Freiräume zu geben, ihn wo es sinnvoll ist zu unterstützen und nur dort einzugreifen, wo individuelle Freiheiten, demokratische Prinzipien oder sozialer Zusammenhalt unter die Räder zu kommen drohen. Der Staat hat einer Gesellschaft keine Zukunftsvision zu diktieren, diese wird von den Mitgliedern der Gesellschaft selbst entworfen und unterliegt einem ständigen Wandel. Unverzichtbar sind dafür Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit, sowie eine Verpflichtung zum rationalen und offenen Diskurs. Nur mit ihnen können wir uns vor unseren eigenen Irrtümern schützen.

Von der Bremer Politik erwarte ich, dass sie bei Pionierprojekten zur Selbstbestimmung, wie dem kontrollierten legalen Marihuanaverkauf, mutiger voran geht und dabei auch ihren Einfluss auf Bundesebene nutzt. Dem derzeitigen Trend, der häufig irrationalen Angst vor Terror und Gewalt mit immer schärferen Polizeigesetzen und Überwachungsmaßnahmen zu begegnen, muss sie sich klar entgegen stellen. Gleichzeitig muss durch eine ausreichende Finanzierung der Polizei sichergestellt werden, dass die vorhandenen sinnvollen Gesetze durchgesetzt werden können. Nicht zuletzt sollte Bremen als offener und internationaler Standpunkt für Forschung und Technologie ausgebaut werden.

Mathis Härtel, *1994, Vorstandsmitglied der Partei der Humanisten Bremen, Student

6. Milan Husfeld

Als angehende Lehrkraft spielen bildungspolitische Aspekte eine große Rolle. Jede/r soll in Bremen die gleiche Chance auf Bildung haben. Ich fordere auf Bundesebene ein einheitliches Bildungssystem. Mit der Auflösung des Kooperationsverbotes kann vermehrt in die Bildung investiert werden in dem die moderne Ausstattung der Schulen vorangetrieben wird. Das Fach „biblische Geschichte“ und der Religionsunterricht sollte durch einen allgemeinen Ethikunterricht, z.B. mit den Schwerpunkten Werte und Normen, ersetzt werden.

Eine förderliche Politik sollte vor allem ideologiefrei und evidenzbasiert sein. Ich setze mich für eine strikte Trennung von Staat und Kirche ein und für die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Milan Husfeld, *1995, Schiedsgericht der Partei der Humanisten Bremen, Lehramtsstudent

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©2019 Partei der Humanisten – Rational. Liberal. Fortschrittlich.

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