Kirchliches Arbeitsrecht in Bremen

Erstmal: Frohes Neues!
Gut reingekommen, gut gefeiert? Viele Vorsätze gefasst?
Ein guter Vorsatz der 2019 unbedingt umgesetzt werden sollte: die endgültige Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechts („Der dritte Weg“).
Folgende Ungerechtigkeiten fallen darunter:
– Du bekennst dich öffentlich zu deiner Homosexualität und lebst in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Privatsache? Nein, laut kirchlichem Arbeitsrecht ein legitimer Kündigungsgrund.
– Du bist verwitwet und entscheidest dich ein zweites mal zu heiraten. Eigene Entscheidung? Ja, aber auch jetzt darf der kirchliche Arbeitgeber dich entlassen.
– Arbeitnehmerrechte mussten in den meisten Fällen gegen den Willen des Arbeitgebers erstritten werden. Schade, du darfst ja gar nicht streiken.
Die Liste könnte noch um einige Punkte erweitert werden, aber gab es da nicht unlängst ein Gerichtsurteil vom Europäischen Gerichtshof, das diese Diskriminierung zumindest einschränken sollte?
Endlich kommt Bewegung in eine Sache, die eigentlich schon seit Jahren untragbar ist. Kein Unternehmen darf in seiner Stellenausschreibung Kriterien fordern wie „nur für Muslime“, „keine Buddhisten“ oder „Atheisten müssen leider draußen bleiben“. Diese bis zum Himmel stinkende Extrawurst hat sich das kirchliche Arbeitsrecht gesichert. Übrigens: Caritas und Diakonie sind die größten Arbeitgeber in Europa.
Höchste Zeit also das Urteil des Europäischen Gerichtshofs umzusetzen, aber die Kirche hält beharrlich am eigenen Arbeitsrecht fest. Sogar im hohen Norden haben die amtierenden Politiker in Bremen dem wenig bis gar nichts entgegenzusetzen. Deshalb werden selbst Putzkräfte nur mit der „richtigen“ Konfessionszugehörigkeit eingestellt. Auch beim Putzen lässt sich ein Potenzial für den Verkündungsauftrag erkennen und seien es nur die Lehren vom gütigen Domestos, dem Schutzheiligen aller Klosteine.
Sauber diskriminiert:
Was kann da helfen im neuen Jahr? Im Mai finden in Bremen die Bürgerschaftswahlen, sowie die Europawahl statt. Unser Vorschlag zum Vorsatz: Macht Euer Kreuz bei einer Partei, die sich für ein säkulares Bremen ohne Diskriminierung einsetzt. Die Partei der Humanisten tritt genau dafür an.
Bis dahin: Einen guten Start in das neue Jahr!

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©2019 Partei der Humanisten – Rational. Liberal. Fortschrittlich.

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