„Gen-Babys“: Statement vom Bundesvorsitzenden Robin Thiedmann

In China wurden angeblich genmanipulierte Zwillinge geboren und ein Aufschrei geht um die Welt. Der evangelische Theologe und Vorsitzende des Ethikrates ist – oh Wunder – empört. Aber sind wir doch mal ehrlich: Fortschritt lässt sich niemals aufhalten. Wer verantwortungsbewusst sein will, muss Fortschritt gestalten.

Wenn wir nicht forschen, überlassen wir die ethische Abwägung anderen. Länder wie China investieren massiv in diese und andere Schlüsseltechnologien. Es sind diese Länder, die ihre Entwicklung vorantreiben, Standards setzen und die Anwendungsfelder bestimmen. Und irgendwann muss Deutschland unausweichlich nachziehen – sei es aus wirtschaftlichen Erwägungen, Gründen nationaler Sicherheit und internationaler Politik oder weil die Bevölkerung es aufgrund des großen Nutzens einfordert.

Ethikräte und Politiker können versuchen, diesen Fortschritt mit Gesetzen und Regeln aufzuhalten, doch das ist niemals von langer Dauer. Mit Verzögerung und Blockade schadet man dem eigentlichen Ziel einer verantwortungsbewussten Anwendung von Technologie. Europa muss sich an die Spitze bringen und Vorreiter werden. Nur so können wir ethische Standards sicherstellen. Deutschland trägt deshalb in gewisser Hinsicht auch eine Mitschuld an dem moralisch fragwürdigen Durchbruch in China – denn es blockiert seit Jahrzehnten die Forschung an Gentechnik, wo es nur geht.

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