Enttabuisierung ermöglicht vermehrte Aufklärung und Prävention

Die Verringerung der Gefahren des Konsums sowie Suchtprävention und Aufklärung sind zentrale Aspekte unserer Drogenpolitik. Eine Legalisierung von psychoaktiven Substanzen führt zu einem kontrollierbaren Zugang. Der Staat behält stets die Kontrolle über das Angebot. Gefährliche Streckmittel und die Beimischung ungewollter Substanzen gehören dadurch der Vergangenheit an. Durch die Abschaffung der Kriminalisierung von Konsumenten werden vermehrte Aufklärungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote möglich [1].

Konsumenten sollten zu jedem Zeitpunkt über alle Risiken und Folgen und die Zusammensetzung der genauen Inhaltsstoffe informiert sein. Nur ein legales Angebot ist in der Lage das zu leisten [2] – zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie den Beipackzettel oder fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Grundlage für eine Legalisierung stellen die wissenschaftliche Forschung an psychoaktiven Substanzen sowie Informationen über die Gesundheitsgefährdung und das Suchtpotential dar. Die Ergebnisse müssen im Sinne einer aufgeklärten Drogenpolitik allen Konsumenten zur Verfügung gestellt werden. Solche neutralen Informationen über Zusammensetzung und Risiken von Drogen, zu denen auch Alkohol und Nikotin gehören, schützen Nutzer nachhaltig und fördern einen aufgeklärten Umgang und Konsum. Die Erfahrung zeigt sogar, dass Drogenlegalisierung zu einem besseren Jugendschutz und zu einer Reduzierung des Konsums bei Teenagern zwischen 13 und 18 Jahren führt [3].

Angelehnt an unsere Forderung unterstreicht die Forschung des United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) in seinem “World Drug Report 2016” [4] auf 174 Seiten, dass der aktuelle repressive Kampf gegen Drogen schadet und der Drogenkonsum sogar stetig anwächst.

Der Kampf gegen Drogen ist gescheitert. Es wird Zeit umzudenken. Um Menschen zu schützen, brauchen wir eine rationale und liberale Drogenpolitik.

[1] http://schildower-kreis.de/resolution-deutscher-strafrechtsprofessorinnen-und-professoren-an-die-abgeordneten-des-deutschen-bundestages/
[2] https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-06/drogen-zukunft-legal-highs
[3] https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(15)00217-5/abstract
[4] https://www.unodc.org/doc/wdr2016/WORLD_DRUG_REPORT_2016_web.pdf

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