Partei der Humanisten

Von links nach rechts: Felix Bölter, Franz Eiber, Yan Ugodnikov, Rüdiger Ludwig, Beka Kobaidze, Jeanny Passauer, Ioana Hauke und Stefan Schmitz.

Die Internationale Atheistische Tagung des IBKA (Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten) lockt immer wieder interessierte und teils prominente Humanisten, Atheisten, Religionskritiker, Skeptiker und Freidenker aus aller Welt nach Köln, um sich auszutauschen, Denkanstöße und Ideen zu teilen und Eindrücke zu den Säkularisierungsbemühungen in aller Welt zu gewinnen.

Unter Leitung des IBKA-Vorsitzenden René Hartmann und hervorragend organisiert durch Rainer Ponitka und sein Team bot auch die diesjährige Veranstaltung vom 22. bis 24. Mai unter dem Motto „Give Peace a Chance – Säkularisierung und globale Konflikte“ ein breites und abwechslungsreiches Angebot von Vorträgen und Ansprachen sowie vielfältigen Gelegenheiten, Kontakte zu knüpfen und Gleichgesinnte kennen zu lernen.

Auch die Partei der Humanisten (PdH) war dieses Jahr vor Ort vertreten. Mit Beka Kobaidze, Ioana Hauke, Stefan Schmitz, Yan Ugodnikov, Rüdiger Ludwig, Jeanny Passauer, Franz Eiber und Felix Bölter waren sieben der zehn Vorstandsmitglieder und ein Beiratsmitglied unter den Teilnehmern, begleitet von mehreren Parteimitgliedern. Franz Eiber, dem Pressesprecher des Bundesvorstandes, wurde die Möglichkeit gegeben, die Partei der Humanisten in einem Grußwort vorzustellen und für die Idee einer auf den Idealen des evolutionären Humanismus aufbauenden Teilhabe am politischen Geschehen zu werben. Dafür möchten wir uns im Namen des Bundesvorstandes der Partei der Humanisten herzlich bei den Organisatoren bedanken.

Franz Eiber betonte die Bedeutung einer säkularen Gesellschaft: „Je höher die staatlich verordnete Religiösität desto mehr leiden die Menschenrechte, die Freiheit und Selbstbestimmung und desto mehr steigt die Bereitschaft im Namen dieser Religion die Waffen zu erheben“. Das gelte auch für politische Ideologien mit religiösen Zügen. Er erklärte, warum es wichtig ist, sich für Säkularisierung und Humanismus einzusetzen – und sie in die Parlamente zu tragen. Religion sei Politik, also müsse Humanismus erst recht in die Politik. Parteiinterne Säkularisierungsversuche seien bisher hilflos gescheitert.

„Keine derzeit in Deutschland etablierte Partei hat den Mut oder aus sich heraus das Potenzial, sich von den Religionen loszusagen und Menschenrechte konsequent über Gottesrechte zu stellen.
[…]
Deshalb strebt die PdH ganz klar die Teilhabe an parlamentarischen Entscheidungen an. Um eine Politik durchzusetzen, die wieder die Menschenrechte, die Freiheit, die Selbstbestimmung, die Gleichberechtigung und Gleichstellung in den Vordergrund stellt; die obskure religiöse Moralvorstellungen aus der Gesetzgebung zieht und religiöse Privilegien abschafft.“

Unter den Anwesenden und Referenten befanden sich unter anderem:

Besonders hervorheben wollen wir die Ehrfurcht einflößende Courage und Selbstaufopferung, mit der einige der anwesenden Aktivistinnen – teils unter erheblicher Gefahr für Gesundheit und Freiheit und unter widrigsten Bedingungen – in islamisch geprägten Ländern wie der Türkei (Morgan E. Romano, Zehra Pala, Arzu Toker) und dem Iran (Maryam Namazie) die Säkularisierung voran treiben. Sie nehmen dabei erhebliche Risiken in Kauf und verschreiben sich selbstlos dem Wohl der kommenden Generationen und der Maxime eines religionsbefreiten modernen Staates, wofür ihnen großer Respekt und Anerkennung gebühren.

Im weiteren Verlauf des Wochendes konnten die Repräsentanten der Partei der Humanisten viele Kontakte mit interessierten Teilnehmern knüpfen und wurden u.a. zum Selbstbild der Partei, zu den politischen Ambitionen in der nächsten Zeit, zu den Umständen und zum Ablauf der Parteigründung sowie zum Profil der Parteimitglieder befragt. Auch konnten viele Flyer mit dem Leitbild der Partei der Humanisten unter den Anwesenden verteilt werden. Dabei zeigte sich, dass die Idee einer humanistischen Partei auf deutlich mehr Wohlwollen als auf Skepsis stieß. Wir haben mit einigen bekannten Persönlichkeiten der humanistischen und säkularen Szene interessante und konstruktive Gespräche geführt, beispielsweise mit den oben genannten Michael Schmidt-Salomon, Valentin Abgottspon, Carsten Frerk und Morgan E. Romano, aber auch mit Nada T. PeratovićAli UtluFrank Nicolai und Gerhard Rampp. Viele von ihnen befürworten die Idee einer humanistischen Partei und wollen uns aktiv unterstützen.

Die Vorstands- bzw. Beiratsmitglieder der Partei der Humanisten schauen auf ein produktives, unterhaltsames, lehrreiches und sowohl persönlich als auch für die Partei sehr lohnendes Wochenende zurück. Die Internationale Atheistische Tagung 2015 markiert einen weitere wichtigen Meilenstein in der jungen, aber engagiert gestalteten Geschichte der Partei der Humanisten.

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