isisSeit gut einem Jahr betreibt die Terrorgruppe “Islamischer Staat” in Syrien und dem Irak ihr Unwesen. Im Sommer dieses Jahres haben sie eine Offensive gestartet die in ihrem Sinne bisher sehr erfolgreich verlaufen ist. Die irakische Armee hat dem IS kaum etwas entgegen zu setzen und kurdischen Milizen fehlt die Schlagkraft.

Der IS geht bei seinen Eroberungen mit einer Brutalität vor, die an Killerkommandos Nazi-Deutschlands erinnert. Auch ideologisch steht sie diesem kaum nach. Der IS möchte ein ewiges Kalifat aufbauen mit Regeln nach der strengsten Auslegung des Korans. Andersartigkeit wird nicht geduldet und mit Vertreibung oder Tod bestraft. Tausende sind diesen Nazis schon zum Opfer gefallen und bedeutend mehr sind auf der Flucht.

Deutschland Vergangenheit zeigt deutlich, dass sich ein Volk kaum alleine von einer Terrorherrschaft befreien kann. Vor allem, wenn sie ideologisch auf breite Unterstützung trifft.  Deutschland sollte aus der eigenen Geschichte lernen und die Verantwortung als Wirtschaftsmacht und drittgrößter Waffenexporteur wahrnehmen und Menschen, die allein durch ihr Leben und ihre Überzeugung um ihr Leben fürchten müssen, helfen. Dies muss in erster Linie über konsequente Gewährung von Asyl gegenüber verfolgten Menschen geschehen. Wenn die Bedrohung aber nicht mehr nur Einzelfälle betrifft, sondern durch einen Staat oder eine regionale Gruppe systematisch besteht, ist eine aktive Hilfe für die Menschen vor Ort notwendig. Das kann durch Lieferung von Waffen, passive sowie aktive, oder durch ein aktives Einsteigen in den Konflikt geschehen.

Die Lieferung von z.B. nur Schutzwesten bietet allerdings keine Möglichkeit der Selbstverteidigung. Die Lieferung von aktiven Waffen birgt andererseits das Risiko, dass die Waffen, einmal vor Ort, nicht mehr zu verfolgen sind und der Gebrauch nicht zu kontrollieren ist. Wir begrüßen daher das militärische Eingreifen in Verbindung mit humanitärer Hilfe der USA und fordern ähnlich konsequente Hilfe im Sinne der Menschenrechte auch von Deutschland.

Anmerkung: In einer früheren Version war die Rede von einer Verpflichtung durch die deutsche Geschichte. Das war missverständlich formuliert und könnte als Art Erbschuld interpretiert werden. Wir lehnen das Konzept einer Erbsünde ab. Allerdings bietet sich die Geschichte als anschauliches Lehrmaterial an, welches wir nutzen sollten.

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