Unsere Kandidaten für die Landtagswahl Sachsen 2019

Dominic Ressel – Listenplatz 1

Dominic Ressel tritt an für modernen Umwelt- und Tierschutz, Sachsen als starker Technologie- und Bildungsstandort und die konsequente Trennung von Staat und Religion.

Hier sein persönlicher Text an Euch:

Die Partei der Humanisten bietet Ideen anstelle von Ideologien und damit eine deutlich breitere Perspektive für bessere Lösungen und ambitioniertere Zukunftsvisionen. Diese Herangehensweise hat mich überzeugt und deshalb bin ich Teil dieser Partei.

Ich setze mich für eine nachhaltige, emissionsarme und tierleidfreie Zukunft ein. Der Einsatz moderner Technologien wie Gentechnik, Kulturfleisch und künstlicher Intelligenz wird dafür einen wesentlichen Beitrag liefern. Forschung und Wissenschaft müssen gefördert werden und sollten nicht aus Traditionsbewusstsein oder esoterischen Gründen abgelehnt werden.
Auf diese Weise kann ein größerer Anteil der natürlichen Umwelt unberührt bleiben und geschützt werden, während die Nutzflächen optimal verwendet werden. Weitere moderne ökologische Maßnahmen wie Vertical Farming und Geoengineering werden notwendig sein, um die Auswirkungen des Klimawandels zumindest teilweise auszugleichen.

Der Bildungssektor in Deutschland ist starr und beruht noch auf Prinzipien des vorletzten Jahrhunderts. Neue technologische Möglichkeiten der Wissensvermittlung, eine individualisierte und digitalisierte Gesellschaft und die anstehenden Veränderungen am Arbeitsmarkt erfordern drastische Reformen der Bildungspolitik. Flexible und individuelle Formen des Lehren und Lernens können diesen Aspekten gerecht werden. Bildung muss als Grundrecht kostenlos verfügbar sein und sollte nicht mit einem bestimmten Lebensabschnitt abrupt enden.

Die Freiheit des Individuums ist die Basis für eine friedliche, fortschrittliche und vielfältige Gesellschaft. Jeder Einzelne muss selbstbestimmt leben können ohne sich den Vorstellungen anderer unterwerfen zu müssen, und ohne aufgrund oberflächlicher Merkmale in Identitäts-Gruppen eingeteilt zu werden. Gerade dies ist ein positives Wesensmerkmal vieler moderner Gesellschaften, zu denen die meisten europäischen Länder zählen.
Leider werden diese Werte und Errungenschaften immer wieder bedroht und müssen stets gegen ideologische Vereinigungen verteidigt werden. Besonders problematisch ist es, wenn der Glaube oder die Regeln einer Gruppierung die Gesetzgebung für alle beeinflussen. Deshalb muss die Trennung von Staat und Religion unbedingt vollzogen werden. Sonderrechte und einseitige Bevorzugungen spezieller Institutionen, die auf Traditionen beruhen und von der Allgemeinheit getragen werden, sind zu beenden. Der Staat tritt neutral auf und etabliert weder positive noch negative Diskriminierung für Merkmale wie Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft oder Geschlecht. Ich trete für eine faire, moderne und offene Gesellschaft ein.

Dominic Eberle – Listenplatz 2

Dominic Eberle tritt an für eine rationale Energie-, Agrar- und Verkehrswende in Sachsen im Zeichen des Klimawandels.

Hier sein persönlicher Text an Euch:

Die Partei der Humanisten ist für mich vor allem die Partei für Wissenschaft und Technik, Bildung, Aufklärung und nachhaltige, soziale Lösungen. Zur Landtagswahl in Sachsen setze ich mich besonders für schnellen, effektiven und nachhaltigen Klimaschutz sowie die stärkere Förderung von Wissenschaft und Bildung ein.

Sachsen steht derzeit wegen seiner Kohlekraftwerke im Ländervergleich und europaweit sehr schlecht da. Zur Bekämpfung der Folgen des menschengemachten Klimawandels setze ich mich dafür ein, sämtliche sächsische Kohlekraftwerke bis 2025 stillzulegen und durch moderne grundlastfähige und CO2-arme Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke sowie durch einen Ausbau von Solaranlagen und Energiespeichern zu ersetzen. Als Dresdner werde ich mich für eine Reaktivierung des Pumpspeicherkraftwerkes Niederwartha stark machen.

Als Wissenschaftler ist es mir ein besonderes Anliegen, mich für Wissenschaft und Forschung in Sachsen zu engagieren. Generell, aber auch vor allem auf dem Gebiet der nachhaltigen Energiespeichertechnologien, darunter Wärmespeicher und Power-to-X als Begleiter und Förderer der Energiewende. Weitere Forschungsschwerpunkte sehe ich in Sachsen auf dem Gebiet der Biotechnologie, grüner Gentechnik und der Forschung an Alterskrankheiten für neue Therapien, um ein langes Leben in guter Gesundheit zu ermöglichen.

Doch nicht nur die Forschung, auch unser Bildungssystem liegt mir sehr am Herzen. Mein Ziel ist, allen Menschen und insbesondere unseren Kindern die Möglichkeiten in die Hand zu geben, sich bestens und ohne starre Lehrpläne auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Digitalisierung und Automatisierung zu grundlegenden gesellschaftlichen Umbrüchen führen werden und die Platz für mehr persönliche Freiheit und Entfaltung schafft. Ich bin sehr froh, in einer Partei zu sein, in der es möglich ist, diese Schule von morgen neu zu denken und neu zu gestalten – damit jeder Mensch das Beste aus seinem Leben und seiner Zukunft machen kann.

Christoph Tietz​ – Listenplatz 3

Christoph Tietz tritt an für Freiheit und Zusammenhalt, moderne Bildung und eine breite Einbeziehung der Bürger in politische Entscheidungen.

Hier sein persönlicher Text an Euch:

Vor einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich Sehnsucht nach guter, solider Politik hatte.

Ich sehnte mich nach einer Politik, die das Wohl aller Bürger im Blick hat – und sich nicht Partikularinteressen unterordnet oder Menschenrechte selektiv vergibt.
Ich sehnte mich nach einer Politik, die sich um eine solidarische Gemeinschaft kümmert und für die Freiheit jedes Einzelnen eintritt – und weder den realen Sozialismus noch das Recht des Stärkeren super findet.
Ich sehnte mich nach einer Politik, die die Umwelt schützt, ohne esoterisch zu sein, und die auf die Wissenschaft hört, ohne dem Technikglauben zu verfallen.

In der Partei der Humanisten habe ich all dies gefunden, und seit nunmehr zwei Jahren helfe ich dabei, ihren so dringend benötigten politischen Ansatz bekannt zu machen und in die Parlamente zu bringen. Die Grundidee ist dabei so einfach: Wir selbst – kein Vater, König oder Gott – sind für unser Handeln verantwortlich und moralisch ist kein Mensch einem anderen übergeordnet.

Wir stellen uns der Pflicht, die besten Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden. Dabei bauen wir auf keine (oftmals schon reichlich angestaubte) politische Ideologie, sondern setzen auf eine ergebnisoffene Betrachtung verschiedener Ansätze. Diese bewerten wir mit Hilfe aller Erkenntnisse der Wissenschaft und auf Grundlage einer soliden humanistischen Ethik. Da wir darüber hinaus die Bürger in den politischen Prozess einbinden, gelingt es uns, solide Politik für uns alle zu machen.

Für Sachsen wollen wir daher schnellstmöglich die Kohlekraftwerke stilllegen, ohne die Energieversorgung zu gefährden. Wir wollen das Bildungssystem an den neuen Erkenntnissen der Pädagogik und an den Bedürfnissen der Schüler ausrichten. Wir wollen, dass wir alle mehr von Sachsen haben: mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit, mehr Zusammenhalt. Genauer führen wir unseren Plan in unserem Wahlprogramm aus. Rückmeldungen werden wir über die nächsten Jahre kontinuierlich einfließen lassen, um so immer ein Stück besser zu werden. Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind, aber auch schon jetzt zeigt der Vergleich, dass wir Humanisten eine sozial-liberale Politik vorlegen, die von den anderen Parteien nicht geliefert wird. Doch schaut am besten selbst und lasst euch überraschen: https://www.abgeordnetenwatch.de/sachsen/wahlprogramme.

Konstantin Clauß – Listenplatz 4

Konstantin Clauß tritt an für die Stärkung der individuellen Selbstbestimmung, die Förderung von Wissenschaft und Kultur, sowie ein gerechtes Steuersystem.

Hier sein persönlicher Text an Euch:

Politik ist ein Pulverfass. Jede Diskussion – jedes Wort – hat das Potential, einen Funken zu erzeugen und es in die Luft zu jagen. Dadurch können persönliche Beziehungen zu Bruch gehen, es kann Unverständnis oder direkte Ablehnung hervorrufen. Doch ich bin der festen Überzeugung: Wir dürfen der sachlichen Debatte nicht aus dem Weg gehen, wir müssen die Diskussion suchen und uns den Argumenten unserer Gegner [1] und besonders denen unserer Freunde stellen. Ich engagiere mich für die Humanisten, weil hier Diskussionen nicht durch Denkverbote abgebügelt oder durch dogmatische Herangehensweisen entschieden werden, sondern weil immer Raum für Argumente und den Austausch von Gedanken geschaffen wird. Leider wird viel zu oft die politische Debatte von jenen dominiert, die sich verlässlich am lautesten und am schnellsten zu Wort melden. Ich wünsche mir, dass sich stattdessen eine konstruktive Diskussionskultur durchsetzt.

Welche Ziele und Träume hat ein Mensch? Wir trauen uns selbst so viel und den anderen oft so wenig zu. Ich möchte allen Menschen zutrauen, für sich selbst Entscheidungen zu treffen, ohne durch die moralischen Vorstellungen anderer eingeschränkt zu werden. Ich sehe daher ein großes Problem in der moralpolitischen Steuerung [2] von Entscheidungen – in Deutschland und insbesondere in Sachsen. Die Selbstbestimmung und das Finden der eigenen Bestimmung sind unschätzbare Werte. Dazu ist es aber auch notwendig, ein Bewusstsein für die eigenen Entscheidungen zu entwickeln und sich selbst immer kritisch zu hinterfragen. Deshalb fordere ich ein beständiges Angebot für die individuelle Weiterentwicklung – durch Bildung, Sport, Kultur, aber auch ein Schulsystem, welches die Aufklärung und nicht die Ausbildung als Ziel hat. Ich setze mich daher für eine konsequente Stärkung der Selbstbestimmung ein. Es ist dein Körper und niemand anderes hat darüber zu entscheiden.

Ich trete außerdem für ein gerechtes Steuersystem an, welches alle Einkommen gleich behandelt und nicht Finanzerträge oder Erbschaften gegenüber eigenständiger und Lohnarbeit begünstigt. Insbesondere Erbschaften tragen nachweislich zur sozialen Ungleichheit bei Vermögensverhältnissen bei [3]. Darüber hinaus unterstütze ich die Idee eines universellen Grundeinkommens, wenn es realistisch umsetzbar ist. Generell lehne ich aktionistische Forderungen ab, die vermeintlich gut klingen, aber nachweislich nicht den beabsichtigten Zweck erfüllen oder gar nicht realisierbar sind. Stattdessen muss der Gesetzgebungsprozess nachvollziehbar und transparent gestaltet werden, und beschlossene Maßnahmen sollten regelmäßig hinsichtlich ihrer Zielsetzung und Wirksamkeit überprüft werden.

[1] https://www.deutschlandfunkkultur.de/marie-luisa-frick-zivi…
[2] http://www.bpb.de/apuz/166667/moralpolitischer-steuerung…
[3] https://www.zeit.de/…/erbschaften-vermoegen-ungleichheit-le…,https://www.diw.de/…/publik…/73/diw_01.c.545204.de/16-42.pdf

Jule Heike Fahrenkrog-Petersen – Listenplatz 5

Jule Heike Fahrenkrog-Petersen tritt an für ein neues Bildungskonzept, das Mündigkeit und selbstständiges Denken fördert, für eine von Lobbyismus und Kirchenvertretern unbeeinflusste Politik und für soziale Stadtentwicklung.

Hier ihr persönlicher Text an Euch:

Warum bin ich Humanistin?
Als Teenager bin ich über Erasmus von Rotterdam in Form einer Biografie gestolpert. Durch diese Lektüre festigte sich das, was ich durch mein Elternhaus mitbekommen hatte, ohne dass es bis dahin einen Namen hatte. Das Wort, das über all diesen Begriffen baumelte war Humanismus.
Jeder Mensch hat einen freien Willen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, die auch eine Qual sein kann, sich zu entscheiden. Gerade diese entgegengesetzte Position zum Dogmatismus von Martin Luther, in der die Disposition eines jeden Menschen festgelegt ist, fand ich super spannend.
Umso verwirrender für mich, dass es im Jetzt so unglaublich viele Menschen zu geben scheint, die nicht denken, die sich nicht entscheiden, die Denken nicht gelernt oder gar noch nie erlebt haben. Und die vermeintlich einfachen Lösungen folgen.

Stellt sich die Frage: Warum tun sie das?
Meine ganz einfache Antwort darauf ist, dass die Bildung, die Gesellschaft oder die Erziehung großflächig versagt haben.
In Deutschland leben wir in einem großartigen, rechtsstaatlichen, an sozialer Marktwirtschaft orientierten Staat – sei es zufällig durch Geburt oder durch Migration in irgendeiner Form. Es ist toll hier.
In jeder Familie, Gruppe, in jedem Dorf, Stadt, Region oder Staat gibt es Dinge auszusetzen. Das ist gut. Das birgt einen konstruktiven Veränderungswillen hin zu etwas noch Besserem.

Mein Traum ist es, diese Idealform von Gesellschaft mitzugestalten.
– Durch eine neues Bildungskonzept, in der jede_r die Zeit hat, die sie/er braucht.
– Durch eine Politik, die sich nicht von Lobbyisten und kirchlichen Vertretern beeinflussen lässt.
– Durch Förderungen für innovative Ideen und Technologien, die jedem Lebewesen nutzen und nicht ausnutzen.